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Klassisches Seminarhotel
Es war mein dritter Aufenthalt in diesem Hotel. Es ist für Urlaubsreisen m.E. völlig ungeeignet. Die fehlende Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, die einem die Wahl zwischen eigenem PKW, Taxi oder Fußmarsch durch den Wald läßt, ein absolutes Manko für dieses Haus. Die Fahrt mit dem Taxi vom HBF Potsdam zum Hotel kostet ca. 15 EUR. Nach Tagung, Seminar o.ä. ist man daher entweder dort im Hotel gefangen oder aber man findet eine andere Lösung. Ob es einen Transfer durch das Hotel gibt, ist mir nicht bekannt, ich gehe aber davon aus, dass dieser teurer als das Taxi wäre, wenn es ihn geben würde.
Das Haus hat natürlich eine schöne Lage, die im Winter weniger zur Geltung kommt. Allerdings hat man da ohnehin nichts davon, wenn man dort zu einer Veranstaltung ist. Die Möglichkeiten, etwas einzukaufen, Potsdam anzusehen, sind daher gleich Null.
M.e. war die Auslastung niedrig. Das Zimmer konnte bereits bei Anreise gegen 9.45 Uhr durch mich bezogen werden, ein absoluter Pluspunkt. Im Gegensatz zu meinem ersten Aufenthalt vor einem Jahr dort war das Zimmer sogar warm. Kühl empfand ich dagegen den Speisesaal, was aber zu den Speisen gut paßte.
Bei meinem letzten Aufenthalt im Herbst dort kam im Sitzungsraum die Gardinenstange herunter, dieses mal löste sich die Türklinke innen im Sitzungsraum.
Das Zimmer war soweit i.O., das gelbliche Wasser im WC, die Wasserlaufspuren in diesem, waren nicht sehr schön anzuschauen. Ein Handtuchhalter am Waschbecken fehlt, so daß man ständig zur Heizung wechseln mußte, der einzige Platz, wo die Handtücher hinpaßten. Das Handtuch für die Hände war extrem dünn. Die Duschwand der Badewanne bestand aus einer Scheibe, ob eine weitere fehlte, da war ich nicht sicher. Sie wackelte sehr stark und rutschte aus der einen Führung auf dem Wannenrand heraus, zog man sie zu weit vor. Die Stöpsel in Wanne und Waschbecken waren sehr tief gesetzt, so daß das Wasser sehr schlecht ablief. Auch der Spülkasten sollte einer Revision unterzogen werden, ihn dazu zu bringen, nicht Wasser weiterlaufen zu lassen, war stets nötig.
Die Couchs und Sessel in der Lobby und vor den Sitzungsräumen sind sehr stark durchgesessen und damit nicht mehr so ganz angenehm.
Ein Schwimmbad, Sauna, Fitnessgeräte gibt es, doch wurden von mir nicht benutzt.
Das Essen war sehr kühl, was ich stets als problematisch empfinde. Die Auswahl besser als im letzten Jahr, als es eine Themenwoche Afrika gab und ich mit knurrenden Magen ging, da es fast nichts gab, was ich essen konnte. Mit Grauen denke ich noch an das Maispürree, was faktisch ungenießbar war. Alternativen gab es kaum, essen oder nicht essen höchstens. Ob man bei den derzeitigen Temperaturen unbedingt das Mineralwasser noch gekühlt zum Essen reichen sollte, wäre eine Frage. Ich fand es eher unpassend, ein eisiges Getränk bei den eisigen Temperaturen zum kühlen Essen zu haben. Oder einfach aufeinander abgestimmt?
Der Kaffee stand als ich gegen 7.30 zum Frühstück kam, bereits auf dem Tisch in Thermoskannen, was letztlich bedeutet, er stand da vermutlich schon länger. Was auch seinem Geschmack ziemlich abträglich war. Ebenso in den Tagungsräumen. Die Marmeladen, der Honig und die Schokocreme mußte man in kleine Schalen abfüllen, sehr flach, aus einem organischen Material. Insbesondere bei der Schokocreme und dem Honig ein ziemlich schmieriges Unterfangen. Bei der Erdbeermarmelade war ich skeptisch, sie wirkte eher nach Kirsch oder einer Mischung von Kirsch und Erdbeere, keine Ahnung.
Das Angebot an Wurst beim Abendbrot war extrem dürftig, um an den Scheibenkäse zu gelangen, brauchte man einen sehr langen Arm. Nicht sehr praktisch aufgebaut.
Das Kopfkissen war vermutlich mit Polyester gefüllt. Der Bezug war so angelegt, dass das Kissen stets ihn verlassen wollte, was ich als hygienisch bedenklich empfinde. Der Fernseher war sehr tief gestellt, so daß man am besten im Bett liegend, dass Fernsehprogramm "genoß".
Die Rezeption bietet Zeitungen und Zeitschriften, Hygieneartikel etc. an. Focus und Spiegel waren mindestens die Vorausgabe, oder aber noch davor. Die Hefte mit dem Titeln zu Rückenerkrankungen (Focus) und Vitaminen (Spiegel). Die aktuellen Hefte Fehlanzeige.
Die Mitarbeiterinnen, denen ich dort begegnet bin, waren sehr freundlich.
Ich hatte für 6 Uhr einen Weckanruf an der Rezeption in Auftrag gegeben und gleichzeitig das Telefon auf 6 Uhr programmiert. Geweckt wurde ich dann durch das Telefon, einen persönlichen Anruf durch die Rezeption gab es nicht. Vermutlich hätte ich es also kräftig verschlafen. Aus gesundheitlichen Gründen bin ich auf ein nachdrückliches Wecken angewiesen.
Alles in allem ... wie gehabt, nicht richtig glücklich, nicht unglücklich.
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